In Frankfurt am Main ist die Armutsgefährdungsquote mit 23,2 Prozent hoch, wobei insbesondere Kinder und Jugendliche stark betroffen sind. Ende 2022 lebten in Frankfurt etwa 23.000 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren in Armut, was beinahe jedem vierten Kind entspricht. Die Stadt setzt sich mit einem Bündnis gegen Kinderarmut dafür ein, das Problem anzugehen.
Die Armut ist sichtbar geworden, auch in Frankfurt. Kinder- und Jugendarmut:
Etwa 23.000 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren waren Ende 2022 betroffen.
Dies entspricht fast jedem vierten Kind.
Bei den 18- bis 25-Jährigen liegt die Quote bei 37 %.
Wohnungslosigkeit: Schätzungen zufolge sind etwa 300–400 Menschen obdachlos, während rund 3.800 Menschen in Unterkünften leben.
Ursachen und Herausforderungen
- Finanzielle Grenzen: Die Armut ist oft mit finanziellen Engpässen verbunden.
- Doppelbelastung: Berufliche Doppelbelastung der Eltern, Schichtarbeit sowie physische und psychische Überforderung tragen zu Problemen bei.
- Bürokratie: Eine weit verbreitete Bürokratisierung erschwert Familien den Zugang zu benötigter Unterstützung und Teilhabe.
- Stigmatisierung: Armutsbetroffene Kinder und Jugendliche sind häufig Stigmatisierung ausgesetzt.
Maßnahmen und Initiativen
- Bündnis gegen Kinderarmut: Die Stadt Frankfurt hat ein breites Bündnis gegen Kinderarmut initiiert, um das Problem anzugehen.
- Soziale Einrichtungen: Einrichtungen wie die Arche bieten Kindern nach der Schule beispielsweise warme Mahlzeiten und Hausaufgabenhilfe.
- Sensibilisierung: Es besteht ein Bedarf, sensibler für die Situation armutsbetroffener Kinder zu werden und deren Bedürfnisse in den Fokus zu rücken.
In Frankfurt am Main ist die Altersarmut ein erhebliches Problem, das sich in der hohen Zahl der Grundsicherungsanträge widerspiegelt; im September 2023 gab es allein in Frankfurt 13.900 Beantragungen. Die allgemeine Armutsgefährdungsquote für Ältere in Deutschland lag 2025 bei 19,4 % und ist bei Frauen tendenziell höher als bei Männern. Hilfsbedürftige können sich an die Grundsicherungsämter der Sozialämter oder an Organisationen wie die Caritas wenden.
Im Dezember 2023 habe ich an einigen Sitzungen des Stadtteilarbeitskreis vom Quartiersmanagement Nordweststadt teilgenommen. Ich war sehr betroffen von den beteiligten Einrichtungen zu erfahren, dass sie alle am Limit arbeiten. Wie überall fehlt es an Geld und Fachkräften. Außerdem ist der Verlust an Einrichtungen (meist kirchliche!) zu beklagen. In 6 Seiten habe ich den Ortsbeirat davon informiert. Da wir nur beratende Funktion haben, können wir finanzielle Unterstützung nicht geben, als Sofort-Hilfe. Die Stadtregierung kennt die Probleme und man hat den Eindruck man sitzt vieles aus, weil es teuer werden könnte und die Mittel nicht zur VERFÜGUNG STEHEN.

