Nachhaltigkeit – Interview von Eva Wick mit Karlheinz Grabmann

Eva Wick habe ich während unserer Ausbildung 2025 zum Klimalotse Frankfurt kennengelernt.
Für Ihre Masterarbeit hat Sie einige Personen angesprochen, u.a. auch mich, ob ich einverstanden bin, mit ihr ein Interview über das Thema „Nachhaltigkeit“ zu machen. Da mir Nachhaltigkeit wichtig ist, habe ich sofort zugesagt. Wir haben uns in einem kleinen Studio in Bockenheim getroffen und dann konnten wir gleich starten. Ihre Fragen und ihre Ausstrahlung auf mich, haben mir meine Nervosität sofort genommen. Ich habe mich ausgesprochen wohl gefühlt und es viel mir nicht schwer die Fragen zu beantworten. Ich war nach dem Interview sehr erleichtert, da ich mir im Vorfeld viele Gedanken gemacht habe, was kommt da auf mich zu!
Hier die Aufzeichnung des Interviews:
Manches ist etwas verzerrt…
Transcription for 2507291413
SPEAKER_01 Eva Wick
[00:00:01] – Interview mit SPEAKER_12 [00:00:08] – Hallo SPEAKER_12, sehr schön,
dass du da bist. Ich freue mich. [00:00:12] – Heute ist es ein besonderes Interview,
weil du die einzige Interviewperson bist, die schon im Ruhestand ist von mir.
[00:00:21] – Genau, deswegen werden wir die Fragen ein bisschen anpassen.
[00:00:25] – Aber wir starten ganz normal mit der ersten Frage und die ist, wie alt
bist du?
SPEAKER_12 Karlheinz Grabmann
[00:00:29] – Ich bin 77 Jahre jung.
SPEAKER_01
[00:00:32] – Alles klar, vielen lieben Dank. [00:00:34] –
Zweite Frage, in welchen
Netzwerken zum Thema Nachhaltigkeit bist du aktiv und warum?
SPEAKER_12
[00:00:40] – Also ich bin aktiv in Brotzeit, weil mich das sofort interessiert hat.
[00:00:45] – Es ist ein Angebot, weil Kinder, jedes fünfte Kind kein Frühstück
bekommt. [00:00:51] – Das hat mich sofort angesprochen und hier besteht die
Möglichkeit, dass ein kostenloses Frühstück durch Sponsoring, Hauptsponsor ist
die Firma Lidl [00:00:59] – und die Organisation sitzt in München, ist 15 Jahre alt,
ist ein totales Erfolgskonzept. [00:01:08] – Es ist professionell alles und es ist
etwas, was für jung und für alt interessant ist. [00:01:16] – Das heißt, die Kinder
bekommen ihr Frühstück und die Älteren bekommen eine kleine
Aufwandsentschädigung, die ihnen hilft für diese Arbeit. [00:01:24] – Man muss
natürlich gerne früh aufstehen, sonst funktioniert es nicht.
SPEAKER_01 Eva Wick
[00:01:30] – Bist du darüber hinaus noch in anderen Netzwerken zum Thema
Nachhaltigkeit aktiv?
SPEAKER_12 Karlheinz Grabmann
[00:01:35] – Ja, ich bin noch aktiv auch in einem anderen Netzwerk, was jetzt von
der Stadt Frankfurt relativ neu gemacht worden ist. [00:01:45] – Da geht es um
Bewegung und zwar praktisch in der untersten Stufe. [00:01:50] – Das heißt also,
man bewegt sich mit älteren Menschen, zum Beispiel meine Zielgruppen, man
kann aber auch andere Zielgruppen wählen, je nachdem, was jeder will. [00:02:00]
- Und man geht eine Stunde spazieren, meistens in seinem Stadtteil und geht
dann dort einen Weg, der für die Teilnehmer auch der richtige Weg ist. [00:02:11] - Ich habe mir einen Weg gewählt, der sehr flach ist, der sehr mit Schatten
verbunden ist, der naturverbunden ist. [00:02:19] – All diese Dinge, die wichtig
sind, auch wenn es ums Klima nachher geht, wenn es sehr heiß ist, dass man die
Möglichkeit hat, sich unter Bäumen auch zu bewegen. [00:02:29] – Es sind
einfache Übungen, die ich dort mache, die letztendlich von Kopf bis Fuß gehen
und die einfach Freude vermitteln sollen. [00:02:37] – Und das gemeinsame
Gefühl, weil viele Menschen altern und viele Menschen haben Angst, auf die
Straße zu gehen. [00:02:45] – Und das möchte ich damit eigentlich bewirken, dass
sie wieder Freude am Leben haben.
SPEAKER_01
[00:02:50] – Superinteressant, danke. Gibt es sonst noch Netzwerke, in denen du
aktiv bist?
SPEAKER_12
[00:02:57] – Ja, ganz neu, ganz frisch und da bin ich eigentlich am begeistertsten
von, weil es so meinem Naturell später vielleicht entsprechen wird. [00:03:06] –
Das muss man abwarten, man überschätzt sich ja auch manchmal. [00:03:09] –
Aber der Klimalotse, der hat es mir persönlich sehr angetan, weil in meinem Beruf
hatte ich, ich bin aus dem Tourismus, [00:03:16] – ich komme aus dem Tourismus,
habe also die Anfangszeiten des Tourismus 1964 kennengelernt [00:03:22] – und
habe also auch die ganzen Visionäre der Tourismusbranche kennengelernt.
[00:03:28] – Und für uns war es einfach wichtig, eigentlich die Erholung mehr in
den Vordergrund zu stellen. [00:03:34] – Heute ist Tourismus eher Halligalli, mehr
Action, mehr viele Erlebnisse. [00:03:40] – Es muss alles wie ein Event sein und
auch das Angebot hat sich natürlich total verändert. [00:03:47] – Heute hat man
All-Inclusive-Angebote. [00:03:49] – Früher bist du in ein Restaurant gegangen
oder hast am Strand gegessen [00:03:53] – und du hast die Natur wesentlich mehr
genossen, als es heute der Fall ist. [00:03:59] – Und von daher war ich natürlich im
Klima in der ganzen Welt zu Hause [00:04:03] – und da war der Klimalotse für
mich eigentlich fast eine Selbstverständlichkeit. [00:04:07] – Und ich bin sehr froh,
Tätigkeit in Nachh…
dass ich mit 77 diese Chance noch bekommen habe, [00:04:12] – überhaupt hier
noch aktiv zu werden. [00:04:15] – Die Ausbildung war sensationell, tolle
Referenten, ein fantastisches Netzwerk, [00:04:22] – sprich also die Kollegen sind
alle aus unterschiedlichsten Ländern, unterschiedlichstes Alter. [00:04:28] – Man
hat sich total fokussiert auf die Sache und das gefällt mir sehr gut [00:04:34] – und
da bin ich mit Leib und Seele hoffentlich später dabei.
SPEAKER_01
[00:04:39] – Schön. Und sag mal, warum bist du in diesen Netzwerken aktiv?
[00:04:45] – Was ist deine Motivation?
SPEAKER_12
[00:04:46] – Meine Motivation eigentlich kommt von innen heraus. [00:04:49] –
Das kann ich nicht selbst beschreiben. [00:04:51] – Es hätte auch durchaus andere
Dinge sein können, [00:04:53] – aber ich war schon immer aktiv, ich habe schon
immer vieles erlebt [00:04:58] – und mich interessieren auch immer wieder neue
Dinge. [00:05:01] – Eigentlich das, was so am Anfang steht. [00:05:04] – So ein
bisschen Art visionäre Tätigkeiten, wo andere eher abwartend sind. [00:05:10] –
Hey, hat das Erfolg und dann steigen die erst ein. [00:05:13] – Mir ist eigentlich
der Erfolg und das eigene Ego eigentlich vollkommen egal. [00:05:18] – Mir ist es
wichtig, dass es vom Herzen heraus geht [00:05:20] – und dass ich mich
wohlfühle, weil ich muss ja auch mich gegenüber meiner Familie rechtfertigen.
[00:05:26] – Das heißt, ich habe ja auch eine Frau, die auch gerne mit mir Zeit
verbringt [00:05:29] – und die Lebenszeit, die geht natürlich da flöten. [00:05:33] –
Das ist ganz klar. [00:05:35] – Also beides muss man dann irgendwie im Einklang
bringen. [00:05:38] – Aber bisher ist mir das ganz gut gelungen [00:05:40] – und
bisher akzeptiert auch meine Familie das, was ich tue.
SPEAKER_01
[00:05:44] – Schön, alles klar. [00:05:47] – Jetzt kommen wir zur nächsten Frage.
[00:05:49] – Die ist jetzt in deinem Fall etwas tricky. [00:05:53] – Wir gucken mal,
wie wir sie umformulieren können. [00:05:55] – - Welche Zielgruppe unterstützt die
soziale Organisation, [00:05:59] – für die du hauptamtlich tätig bist? [00:06:01] –
Ich würde sagen, wir stellen uns hier die Frage, [00:06:05] – welche Zielgruppe
unterstützen die Organisation, [00:06:09] – für die du ehrenamtlich tätig bist?
SPEAKER_12 Karlheinz Grabmann
Transferziele und …
[00:06:12] – Eigentlich alle Menschen. [00:06:13] – Das heißt, wir haben ja noch
einen Aspekt ausgelassen. [00:06:17] – Das heißt, das ist die Ortsbeiratstätigkeit.
[00:06:19] – Das ist also eine politische Tätigkeit, wo man gewählt werden muss.
[00:06:24] – Das heißt also, hier habe ich nicht die Wahl, zu sagen, das mache ich
einfach, [00:06:27] – sondern da müssen ja die Stimmen auch der Bürgerschaft
herkommen. [00:06:31] – In meinem Fall sind das immerhin 38.000 Menschen,
[00:06:34] – die in diesem Bezirk wohnen, im Bezirk Acht von Frankfurt. [00:06:38] - Und ich habe das geschafft. [00:06:40] – Ich habe auch die ganzen Aspekte der
Politik durchgemacht. [00:06:45] – Das heißt, ich war Kandidat für den Ortsbeirat,
[00:06:51] – also für die Kommunalwahlen, für die Landtagswahlen [00:06:53] –
und auch für die Bundestagswahlen. [00:06:54] – Und habe auch dadurch die
unterschiedlichen Themen kennengelernt [00:06:59] – und auch die
unterschiedlichen Auffassungen von den Menschen zu den einzelnen Themen.
[00:07:04] – Wobei ich festgestellt habe, dass die Sachpolitik leider immer mehr in
den Hintergrund tritt [00:07:10] – und eher mehr die Bundespolitik in allem das
überflügelt. [00:07:16] – Und das war mir einfach wichtig. [00:07:18] – Und hier
hast du die Möglichkeit, auch alle sozialen Einrichtungen kennenzulernen,
[00:07:22] – mehr Hintergrundwissen zu bekommen, was die Kitas angeht,
[00:07:27] – was die Schulen angeht, was die sozialen Einrichtungen angeht.
[00:07:32] – Du bist einfach besser informiert. [00:07:35] – Aber du bist natürlich
auch bei Reizthemen dabei, [00:07:38] – wenn es darum geht, Neubaugebiete, die
vielleicht alles versiegeln, [00:07:43] – wo man später vielleicht Probleme mit der
Hitze bekommt in Frankfurt. [00:07:48] – Da bist du natürlich auch dabei.
[00:07:50] – Du merkst, dass Pro und Contra sehr stark gegeneinander prallen.
[00:07:55] – Und die Politik ist nicht einfach. [00:07:57] – Sie ist kompliziert und
man braucht da einen gewissen Erfahrungswert. [00:08:02] – Und diesen
Erfahrungswert habe ich mir gesammelt. [00:08:05] – Und ich bin parteilos
mittlerweile. [00:08:08] – Und ich bin auch darüber sehr froh, [00:08:11] – weil ich
bin total unabhängig. [00:08:13] – Und meine Stimme ist das Zünglein an der
Waage. [00:08:15] – Und das gefällt mir.
SPEAKER_01
[00:08:17] – Das heißt, du bist für verschiedene soziale Organisationen auch tätig,
[00:08:24] – durch dein Ehrenamt, wenn ich dich richtig verstehe. [00:08:28] – Und
die Zielgruppe sind ganz verschiedene Menschen. [00:08:32] – Kinder, auch
Erwachsene. [00:08:36] – Habe ich das richtig verstanden?
SPEAKER_12
[00:08:38] – Ja, das ist absolut richtig. [00:08:40] – Das heißt also, das Bild der
Gesellschaft spiegelt eben diese Tätigkeit. [00:08:46] – Das heißt, es gibt in diesen
einzelnen Ortsbezirken immer auch stadtweite Organisationen, [00:08:54] – die
sich zusammentreffen, die Einrichtung. [00:08:56] – Was mich sehr berührt hat,
war vor zwei Jahren die Armut. [00:09:00] – Das heißt also, in dem Gebiet, wo ich
wohne, ist sozialer Brennpunkt. [00:09:05] – Dort sind sehr viele Menschen arm.
[00:09:07] – Man kann das auch mittlerweile sehen. [00:09:09] – Das heißt, die
Alten sammeln Flaschen. [00:09:11] – Das ist also unübersehbar. [00:09:13] – Und
die Kinder haben, wie gesagt, kein Frühstück. [00:09:16] – Oder gehen in
Einrichtungen, um mittags etwas zu essen zu haben, [00:09:21] – weil eben der
Kühlschrank zu Hause leer ist. [00:09:24] – Und auf der anderen Seite gibt es
natürlich auch nochmal die Menschen, [00:09:27] – die in Rente gehen, die dann
auf einmal feststellen, dass die Rente nicht reicht. [00:09:32] – Oder sie werden
zum Pflegefall. [00:09:34] – Wie verhalten sie sich dort? [00:09:36] – Und da gibt es
eben ganz viele ehrenamtliche Menschen, [00:09:40] – die sich hier mit ihrem
Wissen auch engagieren. [00:09:44] – Und diese Zielgruppen zu verteilen, ist auch
eine kleine Kunst. [00:09:49] – Das heißt, man braucht ja Vertrauen, dass der
Mensch dann auch zu einem kommt. [00:09:53] – Und ich persönlich scheine also
ein natürliches Vertrauensverhältnis zu Menschen zu haben. [00:09:59] – Mich
sprechen die Menschen an. [00:10:00] – Ich spreche aber auf der anderen Seite
auch jeden mit einem freundlichen Guten Tag, [00:10:05] – mit einem Lächeln an.
[00:10:06] – Und das kriege ich auch dann zurück.
SPEAKER_01 Eva Wick
[00:10:09] – Okay, vielen Dank. [00:10:11] – - Gibt es in den Organisationen, in
denen du ehrenamtlich tätig bist, [00:10:17] – Strukturen bzw.
Verantwortlichkeiten, die den Umgang mit Nachhaltigkeitsthemen fördern?
SPEAKER_12 Karlheinz Grabmann
[00:10:24] – Ja, das kann man sagen, eigentlich überall. [00:10:27] – Mal stärker,
mal weniger stark. [00:10:30] – Wenn wir vielleicht zur Brotzeit gehen, [00:10:32] –
da ist es so, dass hier die Palette richtig groß ist. [00:10:35] – Das heißt, es ist ein
generationsübergreifendes Verständnis untereinander. [00:10:40] – Es ist eine
Stärkung der sozialen Kompetenz innerhalb auch der Teams. [00:10:45] – Das
heißt also, hier bist du ja mit Menschen, die du vorher nicht kennengelernt hast,
[00:10:49] – arbeitest du zusammen drei Stunden und musst das ja auch gut
bewältigen. [00:10:55] – Und die Sorgen der Kinder, die prallen alle auf dich
morgens ein. [00:10:59] – Und je nachdem, wie gut du eben drauf bist und wenn
du eine gute Ausstrahlung hast, [00:11:05] – dann kommen die Kinder und öffnen
sich dir gegenüber. [00:11:08] – Und es sind Erlebnisse, die gehen unter die Haut.
[00:11:11] – Und man hat auch natürlich Verantwortung. [00:11:14] – Das heißt, die
Schulleitung gibt hier Dinge vor, wie man sie einhalten muss. [00:11:19] – Bei
meiner Schule ist es sehr streng. [00:11:21] – Das ist eine Förderschule. [00:11:22] –
Dort sind sehr viele Kinder, die, sag ich mal, krank sind in unterschiedlichster
Form. [00:11:27] – Das kann auch mal seelische Krankheit sein, dass die Eltern sich
getrennt haben [00:11:31] – und das Kind das nicht verarbeiten kann. [00:11:34] –
Oder auch natürlich ADHS-Kinder. [00:11:38] – Es gibt also eine ganze Reihe von
Dingen, die du so in deinem Leben nie gehört, nie gesehen hast. [00:11:45] – Und
jetzt kriegst du das hautnah mit. [00:11:49] –
[00:11:52] – Wir sind immer ein Tandem, die da arbeiten, sehr gut lösen. [00:11:55] - Und der Magen, der macht dann schon auch ein bisschen was dazu. [00:11:58] –
Das heißt, wenn das Kind etwas zu essen hat, [00:12:02] – dann ist es nicht so
aggressiv, als wenn es ohne Essen irgendwo hingehen würde. [00:12:06] – Und die
Schulen sind auch sehr, sehr dankbar. [00:12:09] – Dann gibt es natürlich auch
heute in den Schulen auch so allgemein Gewaltprävention. [00:12:14] – Die wird
auch dort gemacht, die entwickelt sich. [00:12:19] – Auch Alt hilft Jung in dem Fall.
[00:12:21] – Oder es sind Vermeidung von sozialen Konflikten. [00:12:25] – Das
heißt, wir achten also auch darauf, [00:12:27] – dass die Kinder untereinander die
Regeln des Essens einhalten, [00:12:31] – dass sie in deutscher Sprache sprechen,
[00:12:33] – dass sie miteinander freundlich sind, [00:12:35] – dass sie auch mit
den Lebensmitteln gut umgehen. [00:12:38] – Es gibt dort zum Beispiel Hühner.
[00:12:39] – Das ist auch eine sehr gute Nachhaltigkeitslösung, [00:12:43] – damit
die Kinder wissen, hey, wir schmeißen jetzt das Essen nicht weg, [00:12:46] –
sondern das Essen bekommen nochmal die Hühner. [00:12:49] – Es ist eine sehr
ausgewogene Ernährung. [00:12:52] – Das heißt, es wäre theoretisch möglich,
[00:12:55] – unter 30 Lebensmitteln auszuwählen. [00:12:57] – Aber durch die
Vorgaben der Schule ist das weniger. [00:13:00] – Das heißt, alles, was mit Zucker
zu tun hat, [00:13:02] – ist bei uns verboten, [00:13:03] – weil es auch eben Kinder
gibt, die schon Diabetes haben. [00:13:07] – Das ist eine verbesserte Integration.
[00:13:10] – Das heißt, die Schule bildet auch die Schulleitungen [00:13:14] – oder
auch Lehrer von anderen Schulen aus, [00:13:18] – die hier im
Förderschulenbereich aktiv sind. [00:13:21] – Es gibt viele Assistenten. [00:13:24] –
Das heißt, das ist eine 1 zu 1 Betreuung bei manchen Kindern. [00:13:28] – Ein
Kind, ein Erwachsener. [00:13:31] – Und somit ist auch eine Förderung der
Chancengerechtigkeit gegeben. [00:13:36] – Also insgesamt ein ganz tolles
Projekt. [00:13:39] – Aber auch bei den anderen Projekten ist es so, [00:13:41] –
dass du da natürlich immer eine Führung hast, [00:13:45] – die dich ausgebildet
hat, [00:13:46] – die du immer wieder ansprechen kannst. [00:13:48] – Aber es ist
auch Eigeninitiative notwendig. [00:13:52] – Also gerade in dem Bereich der
Bewegung, [00:13:55] – da habe ich alles bisher alleine gestemmt [00:13:59] – und
gebe meine Erfahrungen, [00:14:01] – die ich eben dort gemacht habe, [00:14:03] - entsprechend weiter. [00:14:05] – Es ist natürlich auch ein Unterschied, [00:14:07]
- ob ich schon, sage ich mal, [00:14:09] – viel Erfahrung habe oder ob ich wenig
Erfahrung habe. [00:14:12] – Und so kann man eben auch sein Wissen
weitergeben. [00:14:16] – Und das gefällt mir persönlich auch. [00:14:18] – Und
jeder kann ja dann selbst entscheiden, [00:14:21] – ob es für ihn gut oder schlecht
ist. [00:14:23] – Und man ist auch im ständigen Austausch. [00:14:25] – Bei den
Klimalotsen, da fangen wir erst gerade an. [00:14:28] – Aber dort kann man sagen,
[00:14:30] – haben wir eine sehr gute Führung. [00:14:32] – Das heißt, es sind
Mitarbeiter, [00:14:34] – die hoch motiviert sind, [00:14:36] – die auch auf die
einzelnen Teilnehmer, [00:14:39] – sprich dem Netzwerk der Klimalotsen eingehen,
[00:14:42] – hier in einfacher Sprache die Dinge weiterführen. [00:14:45] –
weiterführt und dann natürlich das absegnen lässt [00:14:49] – durch das
Gesundheitsamt, [00:14:51] – weil wir müssen ja mit einer Sprache [00:14:53] –
dann später in der Stadt Frankfurt aktiv sein. [00:14:57] – Und die Vielfalt der
Themen, [00:14:59] – es ist ja nicht nur Hitze, [00:15:01] – sondern es kann auch
die Kälte sein, [00:15:03] – es kann aber auch die Katastrophe sein, [00:15:05] – es
kann auch die Medikamenteneinnahme sein. [00:15:08] – Es gibt also so vieles,
[00:15:10] – was einfach mit dem täglichen Leben zu tun hat, [00:15:13] – wo man
Menschen helfen kann, [00:15:14] – sich richtig zu verhalten.
SPEAKER_01 Eva Wick
[00:15:16] – Vielen Dank. [00:15:19] – - Nächste Frage. [00:15:20] – Welche Möglichkeiten siehst du, [00:15:23] – Nachhaltigkeitsstrategien [00:15:24] – in deinem Tätigkeitsfeld mitzugestalten?
SPEAKER_12 Karlheinz Grabmann
[00:15:31] – Da bin ich, sage ich mal, [00:15:34] – sehr vorsichtig am Anfang,
[00:15:36] – weil ich erst mal die Aufgabe ja selbst erfüllen möchte. [00:15:39] –
Und ich glaube, [00:15:40] – dass also auch alle diese Tätigkeiten [00:15:43] – und
auch diese ganzen Organisationen [00:15:45] – auf Nachhaltigkeit ausgerichtet
sind. [00:15:47] – Und ich denke, [00:15:48] – da wird dann der Impuls kommen,
[00:15:50] – dass man dann auf einmal feststellt, [00:15:52] – oh, da könnte ich was
tun. [00:15:53] – Beim Klimalotsen ist mir was eingefallen, [00:15:56] – was mir
vielleicht liegt. [00:15:57] – Ich war früher im Außendienst aktiv. [00:16:00] – Das
heißt, [00:16:00] – Akquisition, [00:16:01] – das liegt mir. [00:16:03] – Und von
daher kann ich mir vorstellen, [00:16:05] – dass ich vielleicht [00:16:06] – ein
Konzept für unterschiedlichste Zielgruppen [00:16:09] – selbst ausprobiere,
[00:16:10] – wie komme ich am schnellsten [00:16:12] – mit der einfachen
Information [00:16:15] – an den entsprechenden Partner heran, [00:16:18] – der
dann auch eine Veranstaltung [00:16:20] – für seine Klienten dort macht,
[00:16:24] – also eine Schule [00:16:25] – oder sei es eine soziale Einrichtung
[00:16:28] – oder sei es auch ein Unternehmen. [00:16:30] – Also ich glaube,
[00:16:31] – auch in Unternehmen [00:16:31] – hat man durchaus Chancen,
[00:16:34] – hier aktiv zu sein, [00:16:35] – weil noch nicht alles, [00:16:37] – sage
ich mal, [00:16:38] – in bester Form ist. [00:16:39] – Es fehlen noch viele Dinge,
[00:16:41] – die noch nachjustiert werden müssen, [00:16:44] – gerade beim Klima,
[00:16:45] – weil das ist ja relativ neu jetzt, [00:16:47] – auch für viele Menschen.
[00:16:49] – Man hat es ja eher [00:16:50] – in den Hintergrund gedrängt.
[00:16:52] – Und so, glaube ich, [00:16:54] – gibt es immer Möglichkeiten,
[00:16:55] – die man individuell nutzen kann. [00:16:57] – Und das ist auch eine
Stärke [00:16:58] – dann auch von dem Team, [00:17:00] – da die Teams [00:17:01] - unterschiedlichen Alters, [00:17:02] – unterschiedliche Erfahrungen, [00:17:05] –
mal Rentner, [00:17:06] – mal Aktive, [00:17:08] – die können sich unterschiedlich
[00:17:09] – hier Gedanken machen. [00:17:11] – Und das ist auch dann die Vielfalt,
Individuelles Wissen…
[00:17:12] – die, glaube ich, [00:17:13] – dann auch den Erfolg bringen wird.
[00:17:15] – Das Wichtigste für den Klimalotsen [00:17:18] – ist für mich, [00:17:19] - dass dieses Projekt [00:17:20] – ein Langzeitprojekt bleibt [00:17:22] – und für
immer ist. [00:17:23] – Und das ist etwas, [00:17:24] – da werde ich meine Kraft mit
einsetzen, [00:17:27] – weil ich habe einige Projekte [00:17:29] – schon erlebt,
[00:17:30] – wie Altmacht Schule, [00:17:31] – die nach drei Jahren [00:17:32] –
praktisch sehr viel Geld, [00:17:34] – EU-Gelder verbrannt haben, [00:17:36] – tolle
Projekte [00:17:37] – und das darf hier nicht passieren. [00:17:39] – Also hier muss
wirklich [00:17:40] – diese tolle Aufgabe, [00:17:43] – die wir hier leisten können,
[00:17:45] – die muss zum Erfolg führen.
SPEAKER_01 Eva Wick
[00:17:47] – Sehr interessant, vielen Dank. [00:17:51] – Jetzt ist es ja so, [00:17:53] –
dass du vor allem [00:17:54] – in Organisationen tätig bist, [00:17:57] – die sich für
das Thema [00:17:58] – Nachhaltigkeit schon engagieren. [00:18:01] – Also
entweder soziale Nachhaltigkeit [00:18:03] – oder auch ökologische
Nachhaltigkeit. [00:18:05] – Wenn du dir jetzt vorstellst, [00:18:08] – wie du diese
Expertise, [00:18:11] – die du in den ganzen Netzwerken [00:18:13] – erlangt hast,
[00:18:14] – in ein Tätigkeitsfeld integrierst, [00:18:17] – wo das Thema vielleicht
[00:18:19] – noch nicht so verankert ist. [00:18:21] – - Welche Herausforderungen [00:18:22] – und welche Chancen siehst du da?
SPEAKER_12 Karlheinz Grabmann
[00:18:27] – Ich sehe eigentlich große Chancen, [00:18:29] – aber es fällt mir im
Moment [00:18:30] – noch sehr, sehr schwer, [00:18:32] – diese Frage zu
beantworten. [00:18:33] – Ja. [00:18:33] – Weil es ist ja eine Sache [00:18:35] – in
die Zukunft gesehen [00:18:37] – und es ändert sich ja auch [00:18:39] – alles so
schnell. [00:18:40] – Das heißt, [00:18:40] – das ist ja alles so kurzlebig. [00:18:43] –
Das heißt also, [00:18:44] – was ich heute denke, [00:18:45] – kann morgen schon
[00:18:46] – nicht mehr möglich sein. [00:18:48] – Und deswegen muss man da
[00:18:49] – vielleicht noch ein bisschen [00:18:50] – abwarten. [00:18:51] – Aber
ich denke, [00:18:53] – so wie ich eben gesagt habe, [00:18:54] – das mit der
Akquisition [00:18:55] – finde ich sehr wichtig. [00:18:56] – Und dann halt auf der
anderen Seite [00:18:58] – bei Brozeit, [00:18:59] – da ist mir das natürlich
[00:19:00] – sehr wichtig, [00:19:01] – dass ich in meinem Ortsbezirk [00:19:04] –
die Schulen ab 2026, [00:19:07] – man muss ja immer auch [00:19:08] – ein
eigenes Zeitfenster haben. [00:19:11] – Weil bei mir ist jetzt [00:19:12] – die
Kommunalwahl wird ein Zeitfenster [00:19:14] – ab, sage ich mal, [00:19:15] –
nächsten oder übernächsten Monat, [00:19:17] – weil ich möchte ja da wieder
[00:19:19] – erfolgreich aktiv bleiben. [00:19:21] – und danach möchte ich also
gerne, [00:19:25] – dass in diesem Ortsbezirk [00:19:26] – die ganzen
Grundschulen [00:19:28] – und auch die Förderschulen [00:19:30] – sich mit
Transferziele und …
diesem Thema [00:19:32] – intensiv auseinandersetzen. [00:19:34] – Der Ortsbeirat
selbst [00:19:35] – unterstützt diese Sache. [00:19:37] – Das habe ich schon mal
[00:19:37] – vor zwei Jahren angegangen. [00:19:40] – Aber ich war sehr
deprimiert, [00:19:42] – dass die Schulleitungen [00:19:43] – kein Interesse hatten.
[00:19:44] – Und das muss man erst dann [00:19:46] – mal verarbeiten, [00:19:48] –
dass auf einmal Dinge, [00:19:50] – die sehr gut sind, [00:19:51] – auch für den
sozialen Bereich, [00:19:53] – für die Nachhaltigkeit, [00:19:55] – auf gar kein
Interesse stoßen. [00:19:58] – Und ich habe also festgestellt, [00:19:59] – dass alles
Neue [00:20:00] – für so Schulen schwierig ist. [00:20:04] – Das heißt, [00:20:04] –
es fehlt an Personal, [00:20:06] – es fehlt an der Einstellung [00:20:07] – und es ist
natürlich auch [00:20:10] – eine gewisse Engagement, [00:20:13] – braucht man.
[00:20:14] – Das ist kein großes Engagement, [00:20:16] – was die Schulen leisten
müssen. [00:20:18] – Das heißt aber, [00:20:18] – die Einstellung muss sein.
[00:20:20] – Das Bewusstsein muss vorhanden sein, [00:20:22] – dass hier etwas
Gutes getan wird [00:20:24] – im Sinne der Schüler, [00:20:26] – im Sinne auch der
Bildung, [00:20:28] – der Weiterbildung [00:20:29] – und dass man da auch
[00:20:31] – den Nutzen groß erkennt. [00:20:34] – Und die Dinge, [00:20:36] – die
Brozeit liefert, [00:20:38] – das heißt, [00:20:39] – das gesamte technische Knowhow, [00:20:41] – das heißt, [00:20:41] – du kriegst die Mitarbeiter, [00:20:43] – du
kriegst sogar [00:20:44] – das Inventar gestellt, [00:20:48] – du kriegst [00:20:49] –
praktisch das gesamte Frühstück gestellt, [00:20:52] – alles logistisch, [00:20:53] –
einwandfrei durchorganisiert, [00:20:56] – die Menschen werden gut geführt,
[00:20:58] – aber die Schule macht nicht mit [00:21:00] – und das muss geknackt
werden. [00:21:02] – Und das ist eine Aufgabe, [00:21:03] – der werde ich mich
also widmen, [00:21:06] – die wir natürlich nicht alleine schaffen können,
[00:21:09] – sondern da müssen natürlich [00:21:10] – meine Kollegen [00:21:11] –
auch vom Ortsbeirat mithelfen. [00:21:13] – Aber ich glaube, [00:21:15] – dass ich
dadurch, [00:21:15] – dass ich es jetzt selbst mache, [00:21:18] – und das war mir
sehr wichtig, [00:21:20] – dass ich eigene Erfahrungen [00:21:21] – einbringen kann
[00:21:22] – und ich jedes andere Argument [00:21:24] – schlagen kann. [00:21:25]BAlso ich bin mir so sicher, [00:21:27] – dass ich also jedes andere Argument,
[00:21:29] – egal wie, [00:21:30] – schlagen kann. [00:21:31] – Und wenn also so
Antworten [00:21:33] – wie von der Dezernentin kommt, [00:21:37] – die mir
gesagt hat, [00:21:39] – wir können das besser [00:21:39] – und es passiert dann
anschließend nichts, [00:21:43] – dann ist das für mich [00:21:44] – eine weitere
Herausforderung, [00:21:46] – nicht gegenüber der Dezernentin, [00:21:47] –
sondern in der Sache, [00:21:49] – dass ich hier alles daran setzen werde,
[00:21:52] – dass hier die Schulen, [00:21:53] – die Kitas etc. [00:21:55] – hier aktiv
werden. [00:21:57] – Weil es ist auch natürlich notwendig, [00:21:58] – dass die
Schulen sich bewerben, [00:22:00] – weil es muss ja immer sichergestellt sein,
[00:22:02] – das Geld. [00:22:03] – Das heißt, [00:22:04] – ohne Geld kannst du
nichts machen [00:22:05] – und das Geld fließt nicht einfach so. [00:22:07] – Und
es gibt auch den Frankfurter Weg, [00:22:09] – das fand ich auch sehr gut.
[00:22:11] – Man kann auch selbst Sponsoren suchen, [00:22:13] – die sich für eine
Schule interessieren. [00:22:15] – Und wenn man so etwas dann schafft, [00:22:18] - dann ist das hier für Frankfurt [00:22:19] – natürlich eine ganz tolle Sache.
[00:22:21] – Und es gibt viele Beispiele, [00:22:22] – wo Frankfurt immer eine
andere Rolle hatte. [00:22:25] – Vielleicht auch deshalb, [00:22:26] – weil hier viele
Menschen, [00:22:27] – fast 200 Nationen, [00:22:29] – schon seit sehr langer Zeit
leben [00:22:31] – und hier vielleicht auch andere Wege [00:22:34] – manchmal
mehr zum Erfolg führen [00:22:37] – als andere Wege. [00:22:39] – Und dieser
Herausforderung [00:22:40] – werde ich mich gerne stellen, [00:22:41] – immer
vorausgesetzt, [00:22:43] – die Gesundheit macht mit.
SPEAKER_01 Eva Wick
[00:22:44] – Vielen Dank. [00:22:46] – Jetzt hast du eben angesprochen, [00:22:48] - dass die Einstellung von der Organisation [00:22:50] – eine wichtige Rolle spielt
[00:22:53] – und auch eine Herausforderung ist, [00:22:54] – die du erkennst.
[00:22:56] – Das ist eine gute Überleitung [00:22:58] - – zu meiner letzten Frage
[00:23:00] – und zwar, [00:23:02] – welche Unterstützung würdest du dir [00:23:04] - von diesen Organisationen wünschen, [00:23:07] – damit deine
Nachhaltigkeitsexpertise [00:23:10] – dort gut eingebracht werden kann?
SPEAKER_12 Karlheinz Grabmann
[00:23:13] – Ich glaube, [00:23:14] – dass die meisten Organisationen [00:23:16] –
selbst sehr gut aufgestellt sind [00:23:19] – und man dann auch [00:23:20] –
mithilfe dieser Organisation – [00:23:23] – die haben einen jeweiligen regionalen
Person, [00:23:27] – die hier natürlich die Erfahrung hat, [00:23:30] – die einen total
da unterstützen wird, [00:23:33] – aber manches muss man erst selbst anfangen.
[00:23:36] – Und dadurch, [00:23:36] – dass ich also hier die ganzen Dinge kenne,
[00:23:41] – kann ich das einläuten, [00:23:44] – aber die Übernahme muss
natürlich dann [00:23:46] – später selbst erfolgen [00:23:48] – und da habe ich
überhaupt gar keine Zweifel, [00:23:51] – dass man auch den Schulen die Angst
nimmt, [00:23:54] – dass sie hier versagen könnten. [00:23:57] – Und hier sind
auch meiner Meinung nach [00:23:59] – alle ins Boot zu holen. [00:24:01] – Das
heißt also, [00:24:02] – es muss die Schulleitung sein, [00:24:03] – es müssen die
Schüler sein, [00:24:05] – es müssen die Lehrer sein [00:24:06] – und es müssen
auch die Eltern mitspielen. [00:24:08] – Das heißt also, [00:24:09] – wenn hier der
Gleichklang aller da ist [00:24:12] – und die das wollen [00:24:13] – und jede
Schule hat auch einen Förderverein, [00:24:16] – ansonsten springen auch
kirchliche Organisationen ein, [00:24:19] – die hier die Auszahlung übernehmen,
[00:24:22] – weil es muss ja auch alles [00:24:24] – steuerlich einwandfrei ablaufen.
[00:24:26] – Das heißt also, [00:24:26] – hier werden Gelder [00:24:28] – von einer
Seite zur anderen Seite geschoben. [00:24:31] – Das heißt also zum Beispiel,
[00:24:32] – die Aufwandsentschädigungen [00:24:34] – fließen von Brozeit
[00:24:35] – zu angenommen einem Förderverein [00:24:38] – und der
Förderverein muss das ja praktisch dann [00:24:40] – an die einzelnen
Frühstückshelfer weiterleiten. [00:24:44] – Und das muss alles exakt und korrekt
ablaufen. [00:24:47] – Und so gibt es natürlich immer unterschiedlichste Dinge.
:24:52] – Beim Gesundheitsamt denke ich, [00:24:54] – da ist die Motivation
sehr hoch, [00:24:56] – weil man, glaube ich, [00:24:57] – hier sehr früh erkannt
hat, [00:24:59] – einzigartig jetzt noch in Deutschland, [00:25:01] – dass das Klima
eine wichtige Funktion hat. [00:25:06] – Vor allem auch deshalb, [00:25:07] –
Frankfurt ist die Hitzehauptstadt in Deutschland. [00:25:11] – Das heißt also,
[00:25:12] – hier sind wir nochmal doppelt gefordert, [00:25:14] – diese Dinge
auch in die richtige Bahn zu leiten. [00:25:18] – Und da habe ich eher die Angst,
[00:25:20] – dass die politische Situation so ist, [00:25:23] – dass hier das
Gesundheitsamt [00:25:25] – sich wahrscheinlich gegenüber der Macht [00:25:27] - nicht durchsetzen kann. [00:25:29] – Das heißt, [00:25:29] – es wird also weiterhin
versiegelt werden. [00:25:31] – Es werden weiterhin viele Dinge anders der laufen,
[00:25:35] – wie sie normal richtig werden, [00:25:37] – aus meiner Sicht. [00:25:38] - Aber man versucht natürlich dann, [00:25:40] – Dinge zu korrigieren. [00:25:42] –
Und die sind sehr teuer. [00:25:43] – Das heißt also, [00:25:44] – die Entsiegelung
von zum Beispiel Plätzen [00:25:47] – hört sich gut an, [00:25:49] – bringt aber in
der Regel meistens nichts. [00:25:51] – Die Erfahrung kann man heute schon
praktisch sagen. [00:25:55] – Die Kosten sind einfach wahnwitzig. [00:25:58] – Wir
haben auch so viele Leerstände in Frankfurt. [00:26:01] – Wir haben so viele
Möglichkeiten, [00:26:03] – zum Beispiel auch auf Flächen von Discountern
[00:26:06] – oder auch von anderen Brachen zu nutzen. [00:26:09] – Aber die Stadt
Frankfurt tut sich da sehr schwer, [00:26:12] – weil hier sind natürlich Gespräche
zu führen. [00:26:15] – Wir haben überhaupt, [00:26:16] – was auch die
Verkehrspolitik angeht, [00:26:19] – ein richtig großes Streitthema. [00:26:21] –
Man hat versäumt in den letzten 50 Jahren praktisch dem Auto [00:26:26] – auch
einen Parkplatz zu geben. [00:26:28] – Das heißt also, [00:26:29] – hier fehlen
einfach Quartiersgaragen. [00:26:31] – Und wenn wir also heute mehr
Zulassungen haben, [00:26:34] – wie denn je, [00:26:36] – dann darf man sich nicht
wundern, [00:26:38] – wenn ich die Parkplätze wegnehme [00:26:39] – und lasse
mehr Autos zu, [00:26:42] – dann entsteht natürlich hier ein illegales Parken.
[00:26:45] – Und das führt natürlich zu gesellschaftlichen Problemen. [00:26:48] –
Und das sind Dinge, [00:26:49] – die sollten eigentlich anders laufen. [00:26:52] –
Und wir haben immer noch die Möglichkeit, [00:26:54] – das zu korrigieren.
[00:26:55] – Ich habe selbst mit Lidl gesprochen. [00:26:58] – Und hier sind die
Discounter durchaus bereit, [00:27:02] – auch Rewe und all diese haben das schon
zum Teil getan, [00:27:05] – auf ihren Grundstücken eben solche Wohneinheiten
[00:27:09] – oder auch Tiefgaragen zu bauen, [00:27:12] – damit einfach die
Situation lebenswerter wird für alle. [00:27:16] – Es muss ein Gleichklang zwischen
allen sein in der Gesellschaft. [00:27:21] – Es darf nicht einer gegenüber dem
anderen ausgespielt werden. [00:27:25] – Und von daher ist da noch viel zu tun.
[00:27:28] – Aber die Schuldigen eigentlich sind die Politiker [00:27:30] – und die
werden leider nie zur Verantwortung gezogen. [00:27:34] – Das ist auch im System
etwas, was ich ungerecht finde, [00:27:37] – weil ich finde, das, was ich tue,
[00:27:40] – da müsste ich auch eigentlich Verantwortung für übernehmen.
[00:27:42] – Also ich bin das so gewohnt, [00:27:44] – dass ich für das, was ich tue,
auch Verantwortung übernehme.
SPEAKER_01 Eva Wick
[00:27:48] – Vielen Dank. [00:27:49] – Wir sind am Ende des Fragenkatalogs
angekommen. [00:27:53] – Ich würde dir gerne noch die Möglichkeit geben,
[00:27:56] – Dinge zu ergänzen, [00:27:57] – die dir jetzt gerade noch im Kopf
umhergehen. [00:28:01] – Wenn du jetzt das Gefühl hast, [00:28:02] – du hast alles
gesagt, [00:28:03] – ist das natürlich auch in Ordnung.
SPEAKER_12 Karlheinz Grabmann
[00:28:05] – Also ich bin eigentlich mit dem Interview [00:28:07] – und auch so, wie
das geführt worden ist [00:28:09] – und auch die Fragestellung [00:28:11] –
eigentlich sehr happy, [00:28:13] – weil ich habe es mir viel komplizierter
vorgestellt. [00:28:15] – Man sieht, dass die deutsche Sprache schwierig ist
[00:28:18] – und es kann manchmal so einfach sein. [00:28:20] – Vielen Dank.
SPEAKER_01
[00:28:21] – Danke dir auch.

