Frankfurt am Main die Stadt der extremen Gegensätze: Arm, Reich, Lobby, Macht…
Seit Tagen gehen mir die folgenden Zahlen über Millionäre in Frankfurt am Main nicht mehr aus dem Kopf. Ich frage seit drei Tagen meine Bekannten und die Teilnehmer meiner Veranstaltungen nach der Anzahl der Millionäre in Frankfurt. Niemand nannte auch nur annähernd die tatsächliche Summe, sondern alle tippten auf höchstens tausend Personen. Nach meiner Aufklärung reagieren die Gefragten fassungslos und schimpfen sofort über die Stadtregierung, weil sie deren Arbeit anzweifeln. Sie fragen sich, ob die Politik für die Armen, die Reichen oder nur für Lobbygruppen aus purem Machtinteresse entscheidet.
Ich kam 1948 in einer Frankfurter Einzimmerwohnung im Stadtteil Ginnheim zur Welt und hörte schon als Kind immer den Satz, die Reichen wohnen im Vordertaunus in Königstein, Kronberg sowie Bad Homburg vor der Höhe.

Mein Geburtshaus in der Raimundstraße, Ginnheim und Handzeichnung meiner Schwester.
In Königstein mit seinen 16.630 Einwohnern leben etwa 90 Millionäre, in Kronberg mit 18.671 Einwohnern ungefähr 70 Millionäre und in Bad Homburg vor der Höhe mit 56.688 Einwohnern circa 140 Millionäre, was zusammen ungefähr 300 Millionäre ergibt.
Demgegenüber besitzt Frankfurt am Main die kaum vorstellbare Zahl von 80.000 Millionären.
Mit den Jahren und den gesammelten Erlebnissen verändern sich die persönlichen Ansichten. Jeder Mensch durchläuft seine eigene Lebensspanne und bewältigt die ihm gestellten Aufgaben. Mein bisheriger Weg im Beruf forderte viel Einsatz, jedoch auch mit viel zusätzlichem Engagment für andere. Inzwischen ist mein Ehrgeiz sogar noch gewachsen, denn ich möchte den Menschen um mich herum zeigen, was man in jedem Lebensabschnitt noch erreichen kann. Mein tägliches Ziel bleibt es, an meinen eigenen Fehlern zu arbeiten und mich weiterzuentwickeln.
Vielleicht entspringt dieser Gedanke nur meinen eigenen Träumen oder der Sichtweise eines Menschen mit wenig Geld. In meinem Umfeld gibt es keine vermögenden Personen mit Millionenbesitz – auch die Befragten der vergangenen drei Tage kennen niemanden aus dieser Schicht. Die über 80.000 Frankfurter Millionäre bleiben mir in dieser als bunt beschriebenen Stadt völlig unbekannt.
Mich beschäftigt daher die Frage, wie diese wohlhabenden Personen ihre Mitmenschen unterstützen.
Ich verspüre keinen Neid und fordere keine Enteignung. Trotzdem hinterfrage ich diese extremen – von Menschen selbst geschaffenen Unterschiede.
Zusätzlich treibt mich die Sorge um, warum wir unsere Lebensgrundlagen durch Gift aber auch Strahlung zerstören.
Presse -Informationen zu Millionäre in Frankfurt am Main: https://www.fnp.de/frankfurt/millionaere-neben-der-armut-in-frankfurt-leben-80-000-94338259.html und https://www.fr.de/frankfurt/millionaere-neben-der-armut-in-frankfurt-leben-80-000-94338246.html#google_vignette

In Frankfurt am Main leben aktuell rund 80.000 Millionäre, womit die Bankenmetropole bundesweit die höchste Millionärsdichte aufweist. Die Stadt verzeichnet 13 Milliardäre und 132 Personen mit einem Vermögen von über 100 Millionen US-Dollar. Etwa jeder zehnte Einwohner ist damit Millionär, womit die Stadt auch international in den Top 20 liegt.
Weitere Fakten will ich betrachten, damit man die Unterschiede realistisch sieht. Vor 25 Jahren erster „Armuts- und Reichtumsbericht“.
Armut wurde lange gern geleugnet!
In Frankfurt am Main sind insgesamt rund 154 000 bis 170 000 Menschen von Armut betroffen oder akut von ihr gefährdet.
Diese Zahlen sind der Kern der sozialen Belastungen in der Stadt.
Kinderarmut ist in der Realität immer die Armut der Eltern. Jedes 4. Kind lebt in Armut.
Akute Armut ca. 23.000 Kinder
Armutsgefährdet ca. 33.000 Kinder
Besonders gefährdet sind Alleinerziehende und Familien mit drei und mehr Kinder.
Akute Altersarmut (Grundsicherung im Alter) über 11.000 Menschen über 65 Jahren. Aus Scham nehmen viele keine Grundsicherung, daher ist die Armutgefährdung deutlich höher. Etwa 15 bis 18 Prozent der über 65-jährigen Frankfurter.
Erste Frankfurter Armutskonferenz 2024. Armut vererbt sich.
Die 1. Frankfurter Armutskonferenz fand am 21. September 2024 in der Goethe-Universität (Campus Westend) statt. Der Schwerpunkt lag auf der Bekämpfung von Kinder- und Jugendarmut. Organisiert wurde das Event vom Frankfurter Bündnis gegen Kinder- und Jugendarmut unter der Leitung von Sozialdezernentin Elke Voitl
Zentrale Details und Ergebnisse der Konferenz:
- Teilnehmer: Rund 450 Vertreter aus städtischen Ämtern, sozialen Einrichtungen und der Zivilgesellschaft.
- Kernbotschaft: Armut ist ein strukturelles Problem. Themen wie Bildungsungerechtigkeit, Chancenungleichheit und gesundheitliche Benachteiligung müssen ämterübergreifend angegangen werden. [
- Neue Einblicke: Im Rahmen der Konferenz wurden neue „Lebenslagenkarten“ vorgestellt, die Sozialräume mit besonderem Handlungsbedarf aufzeigen.
- Hintergrund: Die Konferenz war der große Auftakt für das Bündnis gegen Kinder- und Jugendarmut, das vom Frankfurter Magistrat beschlossen wurde. [1]
- Weitere Informationen zum Bündnis finden Sie direkt auf der offiziellen Seite der Stadt Frankfurt am Main.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Überschuldungsquote der privaten Haushalte in Frankfurt. Sie liegt bei rund 20-23 Prozent, Bundesdurchschnitt 8,2 Prozent.
Die Stadt ist von starken extremen sozialen Gegensätze geprägt.
Hohe Armutsgefährdung: etwa 21 Prozent der Frankfurter Bevölkerung gelten nach dem Mikrozensus als relativ arm. Die bedeutet, dass sie über weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens verfügen. Die Armut ist aber nicht zwingend für eine Überschuldung zu sehen.
Kinder- und Jugendarmut = Elternarmut und die Altersarmut ist sichtbar geworden und ich finde sie dramatisch!
Und der Gegensatz, ich kann es immer noch nicht glauben: 80 000 Millionäre in Frankfurt, fast jeder 10 Einwohner.
Mein Fazit:
Finden wir gemeinsam Lösungen für ein gutes Leben aller Menschen auf dieser Erde?
Ich spreche nur für mich selbst und verändere meine Lebenseinstellung nicht.
Mein Alltag zeichnet sich durch großen persönlichen Einsatz bei gleichzeitig geringem Einkommen aus.
Aus politischer Sicht bezweifle ich, ob unser Oberbürgermeister Mike Josef und der Magistrat tatsächlich ihre Pflichten für die gesamte Frankfurter Bevölkerung erfüllen.
Dienen die täglichen Termine mit Journalisten lediglich als Nachweis für die geleistete Arbeit?
Warum erhält die Lobby ständige Aufmerksamkeit?
Die Hilfe für Vereine besitzt einen hohen Stellenwert, aber verläuft sie auch gerecht?
Der Verein Eintracht Frankfurt erhält die höchsten Gelder, was angesichts der extrem hohen Gehälter für Bundesligaspieler und deren Betreuerstab unpassend erscheint.
Meine kreisenden Gedanken nehmen kein Ende, weshalb ich die Aufzählung an dieser Stelle abbreche.
Für die 80 000 Frankfurter Millionäre habe ich einen besonderen Vorschlag, da sich für diese wohlhabenden Menschen viele Wege für gesellschaftliche Hilfe anbieten.
Meine Idee umfasst eine Patenschaft dieser Gruppe für das Projekt „brotZeit“ https://www.brotzeitfuerkinder.com/nach einem eigenen Frankfurter Modell, um Schulkindern in Grundschulden und Förderschulen ein gesundes Frühstück zu ermöglichen.
Hier bin ich selbst aktiv und kann gerne Rede und Antwort stehen.
Übrigens: 50.000 Euro auf meiem Konto wäre auch eine gute Idee oder nicht?
Mein Engagement:https://karlheinzgrabmann.com/ehrenamtliches-engagement/

Hier meine Presseinformation von heute:
Im Schatten der 80.000 Millionäre: Nicht nur Frankfurts Obdachlosenhilfe kollabiert
Einrichtungen am Limit – Das Auffangnetz reißt!
Ein Appell für soziale Gerechtigkeit
Über den Absender:
Karlheinz Grabmann ist parteiloser Kommunalpolitiker (seit 02.06.2026 Fraktion BFF-FREIE WÄHLER im OBR 8) und vertritt die Bürgerinteressen im Ortsbeirat 8 der Stadt Frankfurt am Main. Neben seiner politischen Arbeit engagiert er sich aktiv im Alltag für die Lebensqualität, den Klimaschutz und den sozialen Zusammenhalt in den Frankfurter Stadtteilen als Frühstückhelfer von brotZeit, als FIF Buddy. Klimalotse. Ein Botschafter für Frankfurter Begegnungen.
