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Karlheinz Grabmann

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Nein, zur Josefstadt

Verbauen wir nicht unsere Zukunft – Nein zur Josefstadt „Stadtteil der Quartiere“ – Zerstörung per Gesetz…Schwächung der Zivilgesellschaft…

Durch mein umfangreiches Netzwerk erfahre ich viele Informationen recht früh. Man kann auch von einem Frühwarnsystem sprechen. So sind Informationen zur Natur durch den BUND eine der wesentlichen Quellen. Diese Informationen sollten Sie heute eins zu eins von mir bekommen.

Foto Quelle Heimatboden Facebook

Lieber Karlheinz Grabmann,es wäre ein perfektes Wort fürs Galgenmännchen‑Spiel: Infrastruk­tur‑Zu­kunfts­ge­setz. Viele Buch­staben, schwer zu erraten. Doch das, was sich hinter diesem Wort verbirgt, ist weder harmlos noch ein Spiel. Es ist ein Generalangriff auf die Natur.Wenn dieses Gesetz kommt, wird es für Umweltverbände wie den BUND immer schwieriger, unsere natürlichen Le­bens­räume vor Zerstörung im Namen der Zivilgesellschaft zu schützen.Zerstörung per GesetzDas Gesetz sieht vor, In­fra­strukturpro­jekte, zum Beispiel den Bau von Auto­bahnen, Bun­des­straßen und Rastplätzen, von Umweltstandards auszunehmen. Statt echter Naturflächen würden Geldzahlungen als Ausgleich akzeptiert werden. Zudem würden Umweltprüfungen entfallen oder stark vereinfacht.Parallel plant die Bun­des­regierung, das Umwelt-Rechts­be­helfs­gesetz zu ändern: Unsere Klagen hätten dann keine aufschiebende Wir­kung mehr. Was bedeutet das? Schlimmstenfalls ist ein Wald gerodet oder ein Moor trockengelegt, bevor ein Gericht entscheiden kann, dass die Naturfläche erhalten werden muss. Doch dann ist es zu spät!Schwächung der ZivilgesellschaftDie geplanten Gesetzesänderungen schränken unsere rechtlichen Möglich­kei­ten zum Schutz der Natur ein. Das spielt der CSU in die Karten. Sie fordert, das Ver­bands­klagerecht gleich ganz abzuschaffen. Ihre Begründung? Unsere Klagen „lähmten“ Bau­vor­haben und seien schuld an langen Genehmigungs­ver­fahren. Um es milde auszudrücken: Das ist Quatsch.Denn:
Untersuchungen zeigen, dass Bau­ver­zögerungen vor allem durch Personalman­gel, schlechte Pla­nung, fehlerhafte Gut­achten, Projektänderungen, finanzielle Pro­bleme oder politische Priorisierungen entstehen. Nicht durch Verbandsklagen!Wir vom BUND sind nicht per se gegen Straßenbauprojekte.Der Erhalt unserer Straßen, zum Beispiel die Sanierung maroder Brücken, ist enorm wichtig. Was wir genau prüfen, sind Aus- oder Neubauprojekte, die wertvolle Naturräume gefährden. Und selbst dann ergreifen wir rechtliche Schritte nie vorschnell.Der aus unseren Klagen resultierende Zeitverzug ist meist marginal. So wird uns zum Beispiel vorgeworfen, den Bau der A49 (Kassel – Homberg/Ohm) verzögert zu haben. Geplant wurden die letzten Bauabschnitte aber bereits seit den 1990er Jahren. Geklagt hatten wir erst 2014.All das zeigt: Es geht um etwas ganz Anderes!
Während andere versuchen, den Naturschutz zu schwächen, können Sie ihn nachhaltig stärken.Mitglied werden!

Angriff auf die Zivilgesellschaft. Seit Monaten spüren wir, wie der Druck aus der Politik auf die Zivilgesellschaft wächst: Mit der Kleinen Anfrage vor einem Jahr stellte die CDU/CSU-Fraktion unsere Gemeinnützigkeit infrage.

Nun werden die Kontrollrechte der Umweltverbände angegangen: Das Infrastruktur‑Zukunftsgesetz wurde Ende 2025 im Bundeskabinett beschlossen. Am Donnerstag begann die Beratung im Bundestag. Auch die Änderung des Umwelt‑Rechtsbehelfsgesetzes stand auf der Tagesordnung. Werden beide Vorhaben beschlossen, droht ein doppelter Rückschritt.
Wir verlieren Zeit, Rechte und Natur. Unwiederbringlich.
Damit wir weiterhin genau hinschauen, Missstände benennen und Lebensräume schützen können, brauchen wir Sie an unserer Seite. Bitte werden Sie heute Mitglied beim BUND.
Gemeinsam zeigen wir: Wir sind viele. Wir halten zusammen. Wir stehen für den Schutz unserer Natur und für eine starke Zivilgesellschaft.Mit zuversichtlichen Grüßen
Olaf BandtOlaf Bandt

Frankfurt will die Welt retten – nur mit falschen Vorstellungen!

Der aktuelle Beitrag vom Heimatboden Frankfurt zeigt , wie man hier im Stadtparlament/Stadtregierung denkt.

Frankfurt, die Stadt, die sich neuerdings als Retterin der Welt inszeniert, während sie vor Ort gnadenlos Natur zertritt – das ist der Gipfel der Heuchelei.

Das Frankfurt Conservation Center (FCC) am Zoo soll ab 2029 als „architektonischer Leuchtturm der Nachhaltigkeit“ glänzen: begrünte Fassaden, Holz- und Lehmbau, Photovoltaik, Insektenhabitate, energieeffizient bis ins letzte Detail. 26 Millionen Euro Steuergeld für ein Gebäude, das von der Goethe-Uni, Senckenberg und der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt als europäischer Knotenpunkt für integrierten Naturschutz gefeiert wird. Man will von Frankfurt aus „die Welt retten“, global Impulse setzen gegen Biodiversitäts- und Klimakrise. Wie edel. Wie visionär.

Und gleichzeitig treibt dieselbe rot-grüne Stadtpolitik – angeführt vom Planungsdezernenten Mike Josef – seit Jahren ein brutales Betonprojekt voran, das den Namen „Josefstadt“ (offiziell: „Stadtteil der Quartiere“ im Nordwesten) trägt. Ein Untersuchungsgebiet von rund 550–560 Hektar wertvoller Ackerflächen, Naherholungsgebiete, Frischluftschneisen und Lebensräume für Flora und Fauna sollten dafür geopfert werden. Ursprünglich geplant für Zehntausende Neubürger, Tausende Wohnungen, neue Versiegelung in gigantischem Maßstab – ein klassischer Fall von Flächenfraß auf der grünen Wiese, gegen massiven Widerstand von Bürgerinitiativen, Nachbarkommunen wie Steinbach, Oberursel und Eschborn, vom BUND und sogar Teilen der Regionalversammlung.

Während man im kleinen Maßstab am Zoo ein paar Fassaden begrünt und Lehmbausteine lobt, plant man im großen Maßstab die Zerstörung Hunderter Hektar intakter Landschaft. Das ist kein Widerspruch – das ist pure Doppelmoral. Frankfurt hat mit echtem Natur- und Klimaschutz nichts am Hut; im Gegenteil: Die Stadt ist Meisterin darin, grüne Rhetorik als Feigenblatt für rücksichtslosen Wachstumswahn zu missbrauchen.

Das FCC-Gebäude ändert daran gar nichts. Es ist Kosmetik, ein teures PR-Projekt für die Institutionen, die sich selbst als Retter feiern wollen. Der echte Test für Frankfurts Naturschutzernst wäre gewesen, die Finger von den 560 Hektar Ackerland zu lassen, die Frischluftschneisen zu schützen und Innenverdichtung konsequent voranzutreiben – statt neue Stadtteile auf der grünen Wiese zu planen. Stattdessen wird weiter gebaggert, versiegelt und zubetoniert, während man sich mit einem schicken Bumerang-Bau aus Holz am Zoo selbst auf die Schulter klopft.

Wer von Frankfurt aus die Welt retten will, sollte erst einmal damit anfangen, die eigene Stadt nicht weiter zu zerstören. Sonst bleibt vom „Leuchtturm der Nachhaltigkeit“ nur ein weiteres Mahnmal der Bigotterie übrig: grün angestrichen, aber innen hohl.

https://www.fr.de/…/von-frankfurt-aus-die-welt-retten…

Schlagworte: #BUND#Josefstadt#Zerstörung per Gesetz

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