Offener Brief an Oberbürgermeister Mike Josef – Nein zur Josefstadt „Perspektivwechsel – Einsehen für bessere Argumente“.
Ein Natur-Paradies für Frankfurt vor Versiegelung retten!

Herr Oberbürgermeister Mike Josef, die Fakten sprechen schon lange nicht mehr für Bauen. Schon gar nicht für bezahlbaren Wohnraum. Aktuell: Neubauwohnungen kosten über 21 Euro – Mietspiegel bildet Markt nicht ab.

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Mike Josef!
Sie, Mike Josef leiteten damals die Stadtplanung und gaben zusammen mit Oberbürgermeister Peter Feldmann den Startschuss für den neuen Stadtteil der Quartiere. OB Peter Feldmann warb im Wahlkampf mit dem Versprechen auf günstigen Wohnraum durch dieses Bauprojekt. Erst nach dem Widerstand der Bevölkerung organisierten Sie verschiedene Termine zur Mitsprache. Ich nahm an einigen dieser Veranstaltungen teil, um das Vorhaben besser zu verstehen.
Mein erster Eindruck „Bauchgefühl“ war negativ. Ein Teilnehmer im Forum Nordweststadt wunderte sich laut über den Ursprung eines solchen Plans.
Allen Argumenten und dem allgemeinen Protest/Widerstand schenkten Sie offensichtlich keine Beachtung. Eine Stellungnahme zu den Argumenten der Proteste/Widerstand habe ich von Ihnen nicht gelesen. Das Neubauten die Kosten für Investoren nicht mehr decken, ist bekannt.https://www.fnp.de/frankfurt/neubauwohnungen-kosten-ueber-21-euro-mietspiegel-bildet-markt-nicht-ab-94278178.html
Kamen Ihnen nie Bedenken, ob dieser erzwungene Entschluss Frankfurt eher Steine in den Weg legt als hilft?
Durch die Unterstützung der Medien und der Bauwirtschaft sind Fakten für Sie anscheinend kein Thema.
Ich schließe nun damit ab und setze mit diesem letzten Schritt einen Punkt.
Mein Einsatz gegen das Zubetonieren einer riesigen Fläche wie der Josefstadt prägte mich und ließ mich dazulernen. Ich nehme meine Rechte als Bürger wahr und nutze die Wege, die mir unsere Staatsform bietet. In Frankfurt am Main geboren, schütze ich meine Heimat vor Fehlplanungen der Stadtverwaltung.
Ignoriert die Politik auf allen Ebenen beharrlich jedes Argument, kommen Zweifel am eigenen Vorgehen und dem angestrebten Ziel auf.
Oft bleibt unklar, weshalb die Presse kaum über diesen Widerstand berichtet. Auch Behörden wie das Gesundheitsamt, das Umweltamt, Straßenverkehrsamt oder die Wasserbehörden schweigen in der Öffentlichkeit. Sie äußern keine Einwände gegen die Bebauung der Josefstadt, obwohl ihnen die Konsequenzen vorliegen dürften.
Zehn Jahre voller Einsatz und sachlicher Begründungen füllen fast ein ganzes Buch.
Diese gesammelten Proteste liegen nun für Sie bereit, Herr Oberbürgermeister Mike Josef, damit Sie Ihre Einstellung ändern. Setzen Sie dieses Vorhaben fort oder lenken Sie doch noch ein?
Verabschieden Sie sich zum Wohl der Frankfurter Bürger von diesem Plan.
Ein solcher Schritt beweist wahre Rückgratstärke, wodurch Ihre Aussage „Frankfurt ist meine Heimat“ an Glaubwürdigkeit gewinnt.
Starke Hitze belastet die Körper von Menschen sowie Tieren und lässt Pflanzen vertrocknen. Die geplante Asphaltierung aber auch Bebauung bedroht unsere Lebensgrundlage. Die Zahl der Menschen, die an den Folgen extremer Wärme sterben, nimmt stetig zu.
Der nachfolgenden Inhalte gewähren einen Einblick in die Zeit sowie Kraft, die ich als Frankfurter Bürger nicht nur für die Josefstadt, sondern auch in anderer vielfältiger Art und Weise freiwillig für meine Heimatstadt aufbringe.
Statt ideologischen Vorstellungen zu folgen, treibe ich den Schutz dieses Areals aus tiefer Überzeugung voran. Ich arbeite daran, die Bebauung der freien Fläche zu verhindern. Meine Webseite bietet Medienvertretern, der Frankfurter Stadtpolitik sowie den Ortsbeiräten alle nötigen Informationen dazu.
Aus meiner Sicht wurde viel erreicht, aber nicht alles!
Die folgenden Darstellungen verdeutlichen den immensen Aufwand der bisherigen Überzeugungsarbeit. Trotz dieses Einsatzes verweigerten die Entscheidungsträger jeden echten Dialog.
Intensive Unterstützung der Bürgerinitiative Heimatboden Frankfurt https://www.heimatboden-frankfurt.de/
Für eine Ur-Schule habe ich ein Konzept 2020 entwickelt.Visionäre Überlegungen für eine Ur-schule damit Kinder, Erwachsene die Natur, Artenvielfalt vor Ort erleben. Lebensräume als Lernräume: Anstatt über Insekten zu lesen, werden vor Ort gezielt Biotope wie Wildblumenwiesen, Niststellen oder Trockenmauern angelegt. Diese Flächen dienen sowohl als Lebensraum für Tiere als auch als „Versuchslabor“ für Menschen.
- Praktisches Handeln statt Theorie: Projekte wie Streuobstwiesen-Patenschaften oder das Gärtnern mit Kindern und Jugendlichen vermitteln Selbstwirksamkeit und ökologisches Verständnis durch direkte Arbeit im Feld/Wald.
- Inklusive Umweltbildung: Visionäre Ur-Schule vor Ort gestalten Naturerlebnisse barrierefrei, etwa durch Schilder in leichter Sprache oder Audioinformationen, damit alle Menschen ohne Hilfe teilhaben können.
- Regionale Vernetzung: Die Einbindung lokaler Vereine (z.B. NABU-Ortsgruppen) sorgt für einen kontinuierlichen Wissenstransfer und bürgerschaftliches Engagement im direkten Lebensumfeld.
Zwei Petitionen von mir 2025 und 2026
sowie auf meiner Webseite https://karlheinzgrabmann.com/
Briefe an die Regionalversammlung Südwest mit Übersendung des Buches von Timm Wetzel.
Das Buch ging auch an den Magistrat der Stadt Frankfurt und an die Fraktionen im Stadtparlament.
Aktiver Austausch mit https://www.bundesbuendnis-bodenschutz.de/
Petitionsübergabe in Wiesbaden über 16.000 Unterstützer https://www.heimatboden-frankfurt.de/category/unsere-aktionen/petition-feld-statt-beton/
Die ersten Friday for Future Demos 2019 in Frankfurt haben mich inspiriert, diese jungen Menschen zu unterstützen. Hier meine Spontanrede vor dem Römer https://www.youtube.com/@karlheinzgrabmann6391
Aussagen zum Globalen Klimastreik https://www.fridaysforfutureffm.de/globaler-klimastreik-20-09/
Aktionen gegen die Versiegelung. Bilder sagen mehr als tausend Worte https://www.heimatboden-frankfurt.de/informationen/impressionen-feld-frankfurt-nord/
Um die Sinne zu schärfen und die Natur besser zu verstehen, habe ich bei einer der ersten Klimawanderungen von Rolf-Rüdiger Hansen, BUND teilgenommen.
Wolf-Rüdiger Hansen vom BUND Frankfurt Kreisverband organisiert regelmäßig „Klimawanderungen“ im Frankfurter Nordwesten, die sich kritisch mit der geplanten Bebauung („Josefstadt“, ehemals „Stadt der Quartiere“) und anderen Großprojekten in dieser Region auseinandersetzen.
Kernaspekte der Klimawanderung und Kritik (nach Hansen/BUND):
- Kaltluftentstehung: Die Wanderungen führen durch Grünflächen, die im Klimaplanatlas der Stadt Frankfurt als wichtige Kaltluftentstehungsflächen markiert sind. Diese Bereiche kühlen in tropischen Nächten ab und versorgen die nordwestlichen Vororte (Niederursel, Nordweststadt, Heddernheim, Praunheim) mit frischer Luft.
- Gefährdung durch Bebauung & Verkehr: Hansen kritisiert, dass durch den geplanten Bau der „Josefstadt“ und die Erweiterung der A5 (auf bis zu 10 Spuren) diese Frischluftschneisen blockiert werden. Besonders Lärmschutzwälle und -wände könnten den Kaltluftfluss unterbinden.
- Hitzeresilienz: Der BUND warnt davor, dass die Versiegelung und Bebauung die Hitzeresilienz der Stadt verringert und die sommerliche Überhitzung fördert.
- Ziel der Führungen: Die Veranstaltungen sollen die Auswirkungen der Verkehrs- und Stadtplanung auf Natur und Klima erlebbar machen.
Hier noch ein Info-Blatt vom BUND zur Gesamtentwicklung: https://www.heimatboden-frankfurt.de/allgemein/infoblatt-bund-frankfurt-zu-den-frankfurter-planungen/
Mein Ende des Engagments löst hoffentlich einen neuen Gedankengang aus. Bitte nehmen sie sich selbst die Zeit für den vollständigen Text.
So bewahren Sie ein lebenswertes Frankfurt und die Frankfurter Bürger:innen schöpfen die Erholungsmöglichkeiten im Freien weiterhin aus. Die Lebensqualität bleibt erhalten.
Ein schöner Park ersetzt nicht diese einzigartige wichtige Lebensquelle.
Mit besten Grüßen
Karlheinz Grabmann
Heddernheimer Landstr. 99
60439 Frankfurt am Main

Auch bei dieser Veranstaltungen habe ich meine Bedenken geäußert!
