Mut zu kreativem Denken: Frankfurt neu gestalten! Reallabor Heddernheimer Landstraße: Eine überparteiliche Blaupause für Frankfurts Verkehrswende
Status: Projektstart, feste Termine & Aufruf zur Mitarbeit
Die Heddernheimer Landstraße im Frankfurter Norden steht exemplarisch für das Verkehrschaos unserer Stadt. Statt ideologischer Debatten (Auto gegen Fahrrad) oder kleinteiliger Einzelfall-Anträge im Ortsbeirat starten wir ein integrierendes Reallabor.
Unser Ziel: Die Straßenbedingungen für alle Verkehrsteilnehmer verbessern – für mehr Sicherheit, weniger Stress und mehr Lebensqualität.
Am 23. September 2026 stellen wir dieses Vorhaben offiziell bei den Frankfurter Begegnungen im Titusforum vor und laden alle Bürger, Vereine, Gewerbetreibende und Institutionen herzlich zum Mitmachen ein!
Der feste Fahrplan: 4 Termine für ein gemeinsames Ziel
Da die Anforderungen an die Straße sehr unterschiedlich sind, teilen wir die Analyse in vier gezielte Vor-Ort-Termine auf.
- Mittwoch, 21.10.2026 – 10:00 Uhr: Fach-Begehung Logistik & Gewerbe
- Fokus: Schwerlastverkehr, Logistikflüsse, Müllheizkraftwerk (MHKW), Erreichbarkeit der Betriebe.
- Zielgruppe: FES, umliegende Gewerbebetriebe, Handwerkskammer, IHK, Logistiker sowie direkt betroffene Anwohner.
- Treffpunkt: U-Bahn-Haltestelle Heddernheimer Landstraße.
- Sonntag, 01.11.2026 – 10:00 Uhr: Bürger-Walk 1 (Der Logistik-Abschnitt)
- Route: Haltestelle Heddernheimer Landstraße (Gewerbegebiet Ost) bis ATU-Kreuzung (Dillenburger Straße).
- Fokus: Bauliche Mängel, Kreuzungsrisiken und Pendlerwege am Sonntag.
- Treffpunkt: U-Bahn-Haltestelle Heddernheimer Landstraße.
- Sonntag, 08.11.2026 – 10:00 Uhr: Bürger-Walk 2 (Der Quartiers-Abschnitt)
- Route: Kreuzung Dillenburger Straße bis REWE-Markt.
- Fokus: Schulwegsicherheit, Vereinsleben, Kirch- und Moscheegänge.
- Treffpunkt: Karl-Perotté-Platz (Heddernheimer Landstr. 55).
- Sonntag, 15.11.2026 – 10:00 Uhr: Bürger-Walk 3 (Der Nahversorgungs-Abschnitt)
- Route: REWE-Markt bis Kiosk „Windisches Eck“.
- Fokus: Barrierefreiheit, Einkaufssituation, Aufenthaltsqualität für Senioren, Kitas und Fußgänger.
- Treffpunkt: Karl-Perotté-Platz (Heddernheimer Landstr. 55).
Im nächsten Blogbeitrag finden Sie die Umsetzung des Reallabors: Reallabor Heddernheimer Landstraße: Termine & Arbeitsblätter für unsere Safety Walks
Frankfurter Begegnungen nächster Termin am 23.092026 im Titus-Forum.https://vhs.frankfurt.de/de/engagement?page=1
Liebes Netzwerk, liebe Engagierte,
wir alle spüren, dass Frankfurt an vielen Stellen unter Druck steht. Mangelverwaltung und starre Regeln bremsen uns aus. Ich möchte heute zwei konkrete Bereiche herausgreifen, an denen wir mit kreativem Umdenken echte Erleichterung schaffen können:
1. Schulen entlasten: Neue Räume für unsere Kinder
- Die Realität: Schulen und Kollegien laufen seit Jahren am Limit und müssen regelmäßig Überlastungsanzeigen einreichen.
- Das kreative Denken: Wenn der starre Schulbau nicht hinterherkommt, müssen wir unkonventionelle Wege gehen. Wir brauchen flexible Raummodule, die Umnutzung freier Stadtteilflächen , um schnell Entlastung und neuen Lebensraum für die Kinder zu gewinnen.
2. Mobilität im Viertel: Die Vorgartensatzung ökologisch knacken
- Die Realität: In unseren Wohngebieten fehlen Abstellmöglichkeiten für Fahrräder. Die Frankfurter Vorgartensatzung verbietet das Aufstellen von Boxen im Vorgarten oft pauschal, um das Ergrauen der Viertel durch Autos zu verhindern.
- Das kreative Denken: Drehen wir das Prinzip um! Warum erlauben wir nicht explizit kleine, überdachte und begrünte Fahrradhäuschen in Vorgärten? Das fördert die Mobilität, belohnt private Eigeninitiative, holt die Räder vom Gehweg und kühlt zusätzlich das Mikroklima in unseren Straßen durch zusätzliche Dachbegrünung.
Mein Impuls für unser Netzwerk heute:
Lassen Sie uns gemeinsam überlegen, wie wir solche Reallabore und pragmatischen Ausnahmen in unseren Stadtteilen anstoßen können. Wer hat Lust, hierzu eine Initiative zu starten oder mitzudenken?
📌 P.S.: Ein Blick durch das Brennglas – Das Beispiel Heddernheimer Landstraße
Wie blockiert und gefährlich dieses starre System in der Praxis ist, erleben wir täglich direkt vor unserer Haustür in der Heddernheimer Landstraße:
- Das Nadelöhr: Hier prallen massiver Schwerlastverkehr des Müllheizkraftwerks (MHKW), Linienbusse, Einzelhandel, parkende Autos und schwächere Verkehrsteilnehmer wie Schulkinder aufeinander.
- Das gefährliche Flickwerk: Weil die Stadt Parkplätze streicht und Rad-Gegenverkehr auf engstem Raum erzwingt, weichen Radler aus Angst vor den Lkw illegal auf die ohnehin schmalen Gehwege aus – mitten auf dem Schulweg.
- Die kreative Lösung: Statt einseitiger Verdrängung und ideologischer Grabenkämpfe schlage ich gemeinsam mit meinem Fraktionskollegen Christopher Melvin Kamann ein integrierendes Reallabor vor. Wir fordern einen überparteilichen Antrag für einen Modellversuch: mit digitalem, zeitgesteuertem Parkraummanagement, sicheren, baulich getrennten Radwegen und einer intelligenten Verkehrsleitung für den Schwerlastverkehr.
Lassen Sie uns den Mut haben, die Heddernheimer Landstraße zur Blaupause für ein versöhnliches und hocheffizientes Frankfurt des 21. Jahrhunderts zu machen!https://karlheinzgrabmann.com/die-heddernheimer-landstrasse-erhebt-ihre-stimme-stellvertretend-fuer-alle-strassen-in-frankfurt/
